Akupunktur

Der Begriff Akupunktur wurde im 17. Jahrhundert in Europa aus den lateinischen Worten akus (= Nadel) und pungere (= stechen) geprägt. Das chinesische Wort für Akupunktur bedeutet „Stechen und Brennen“, da gleichzeitig mit der Nadelanwendung auch das Verbrennen von Moxakraut angewandt wird (Moxa = Beifussblätter = Artemis vugaris-Blätter)

Die Akupunktur hat sich im Westen als hauptsächlich verwendete Methode der TCM etabliert. Die Akupunktur stützt sich auf die Theorie des Yin und Yang und auch auf die Theorie der fünf Elemente (siehe auch Kapitel "Die fünf Elemente").

Die Entstehung einer Krankheit betrachtet die TCM als das Ergebnis der Auseinandersetzung zwischen den Abwehrkräften des Körpers und einer krankheitserzeugenden Störung. Zwischen Yin und Yang herrscht kein Gleichgewicht, und so entsteht Krankheit im menschlichen Organismus als Resultat einer inneren Ursache.

Der Fluss des Qi kann durch die Akupunkturbehandlung entweder angeregt oder gedämpft werden, je nachdem, welche Krankheit vorliegt und Yin und Yang können ausgeglichen werden.

Zur Behandlung mit Akupunktur werden speziell dünne Einwegnadeln (die Nadeln werden aus Sicherheitsgründen nur einmal gebraucht!) aus Edelstahl, teilweise aus Silber oder Gold, verwendet. Die einzelnen Nadeln können auch verschieden lang sein, je nach Behandlung und Krankheitsfall.

Die Nadeln werden an bestimmten Punkten gestochen, an denen die Stichtiefe variieren kann. Zum Teil werden die Nadeln durch Heben, Senken oder Vibrieren manipuliert. Dabei entstehen kaum Schmerzen, manche Stellen werden von einzelnen Patienten jedoch intensiver wahrgenommen.

 

Elektro-Behandlung (zusätzliche Akupunktur-Behandlung)

Die Elektro-Akupunktur ist eine Ergänzung zur Akupunktur. Die Elektro-Akupunktur arbeitet mit sehr schwachen elektrischen Impulsen, die dem Körper durch die Nadeln zugeführt werden.

Die Nadeln werden durch Kabel mit dem Leitgerät verbunden, die Stromstärke wird individuell für jede Nadel eingestellt.